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EchsenkundeReptilien-Ratgeber

Leopardgeckos

Leopardgecko Terrarium einrichten: Höhlen, Wetbox, Licht

Von 4 Min. Lesezeit

Leopardgecko mit grün-gelber Fleckung klettert über einen hellen Stein
Foto: miniformat65 / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

Inhalt dieser Seite

Ein Leopardgecko-Terrarium braucht vor allem Struktur: Steinaufbauten zum Klettern, mehrere Höhlen, eine feuchte Wetbox, grabfähigen Bodengrund und einen warmen Platz unter der Lampe. Leopardgeckos sind dämmerungs- und nachtaktiv, verbringen den Tag in Spalten und Höhlen und werden abends überraschend lebhaft. Wie groß das Terrarium sein muss, berechnet unser Terrarium-Rechner. Was zur Haltung insgesamt gehört, steht im Ratgeber Leopardgecko halten.

Die Einrichtung im Überblick

ElementWozuWorauf achten
Höhlen und VersteckeRückzug am Tag✓ mindestens so viele wie Tiere
Wetbox (feuchtes Versteck)Häutung, Eiablage✓ immer anbieten, Inhalt leicht feucht halten
Steinaufbauten, Rückwand, WurzelnKlettern, Bewegung✓ fest verbauen
Grabfähiger BodengrundGraben, Eiablage! Bodengrund-Wahl siehe unten
Wärmeplatz mit dunkler, rauer UnterlageAufwärmen✓ 30 bis 35 °C an der wärmsten Stelle
UV-LampeVitamin-D3-Bildung✓ außerhalb des Terrariums oder unerreichbar
Thermometer und HygrometerKontrolle✓ Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen
Flache WasserschaleTrinken, Baden✓ täglich frisch
Schälchen mit KalziumpulverKalziumversorgung✓ immer verfügbar

Die Liste folgt den Empfehlungen des Schweizer Veterinäramts BLV, des Schweizer Tierschutzes STS und der Stiftung TBB Schweiz.

Terrarium und Standort

Die TBB empfiehlt ein Glasterrarium, das dreidimensional gestaltet ist und viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten bietet. Es sollte nicht von allen Seiten einsehbar sein und vor Zugluft, Erschütterungen und direkter Sonne geschützt stehen. Am besten ist ein ruhiger Platz, an dem der Gecko tagsüber ungestört bleibt. Für die Größe empfehlen BLV und STS bei bis zu vier Leopardgeckos mindestens 140 × 75 × 75 cm. Ein Terrarium mit 45 × 45 × 45 cm ist für ausgewachsene Tiere nach ihren Angaben bei Weitem zu klein.

Leopardgecko mit gelbem Körper und schwarzen Flecken auf einem hellen Stein
Leopardgeckos klettern gern. Steinaufbauten und Wurzeln nutzen die Höhe des Terrariums. Foto: cubialpha / Pixabay

Höhlen und Wetbox

Leopardgeckos ziehen sich tagsüber gern in feuchte Spalten zurück. Die TBB schreibt deshalb vor, dass in den Höhlen stets eine sogenannte Wetbox angeboten wird, ein Versteck mit feuchtem Inhalt. Weibchen nutzen sie auch zur Eiablage. Die RSPCA empfiehlt dafür ein wasserdichtes Versteck mit feuchtem Moos, das alle paar Tage mit sauberem Wasser besprüht wird. Die Tierärzte von VCA nennen feuchtes Torfmoos oder Vermiculit, das bei der Häutung hilft. Daneben braucht jedes Tier mindestens ein trockenes Versteck, so BLV und STS.

Bodengrund für Leopardgeckos

Leopardgeckos graben, und Weibchen brauchen eine Stelle zur Eiablage. Die Empfehlungen unterscheiden sich im Detail:

  • TBB: lehmhaltiger Sand, kein Quarz- oder Vogelsand, etwa 10 cm hoch. Ein Teilbereich bleibt stets feucht.
  • RSPCA: für gesunde erwachsene Tiere ein Gemisch aus etwa halb Erde und halb Sand. Jungtiere auf festem Untergrund halten, bis sie gut gedeihen. Sicherer sind fest werdende Lehmsubstrate oder Stein- und Schieferplatten.
  • VCA: Reptilienteppich, Rinde, Küchenpapier oder Zeitung. Kein grober Sand, kein Maisgranulat, keine Walnussschalen.

Nicht ins Leopardgecko-Terrarium

  • Kalksand, Walnuss- und Maisgranulat, Buchenholzspäne: Gefahr einer Verstopfung
  • Quarz- und Vogelsand
  • Heizsteine („Hot Rocks“): Verbrennungsgefahr
  • Lampen, die der Gecko berühren kann

Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit

Die TBB empfiehlt tagsüber 24 bis 28 °C, an der wärmsten Stelle 30 bis 35 °C und nachts 20 bis 23 °C. Dunkle, raue Unterlagen am Sonnenplatz erwärmen sich besser als helle und glatte. Als Lampe nennt sie eine Metalldampflampe vom Typ „Spot“, die Licht, UV und Wärme liefert, außerhalb des Terrariums angebracht. Das Licht brennt im Sommer 12 bis 14 Stunden, im Winter mindestens 6 Stunden.

Die RSPCA setzt dagegen auf eine schwache UVB-Röhre (2 bis 5 Prozent) über der warmen Seite und eine Wärmematte am Thermostat. Bei der Luftfeuchtigkeit nennt die TBB 50 bis 60 Prozent, die RSPCA 30 bis 40 Prozent auf der kühlen Seite. Einig sind sich alle: Der Gecko muss zwischen wärmeren und kühleren Bereichen wählen können, und jede Heizung braucht einen Thermostat. Mehr Hintergrund steht im Ratgeber Terrarium und Technik.

Leopardgecko mit gelb-schwarzem Muster läuft frontal über ein dunkles Holzbrett
Abends werden Leopardgeckos aktiv und erkunden ihr Terrarium. Foto: sohrob / Pixabay

Sauber halten

Leopardgeckos nutzen einen gemeinsamen Kotplatz. Die TBB empfiehlt, ihn regelmäßig zu reinigen und den gesamten Bodengrund ein- bis zweimal im Jahr auszutauschen. Die Wasserschale wird täglich frisch gefüllt. Nach jedem Kontakt mit Tier, Futter oder Terrarium waschen Sie sich die Hände, denn Reptilien können Salmonellen tragen.

Häufige Fragen

Was braucht ein Leopardgecko im Terrarium?

Mehrere Höhlen, darunter eine feuchte Wetbox, Kletterstrukturen aus Stein und Wurzeln, grabfähigen Bodengrund, einen Wärmeplatz, eine UV-Lampe, Thermometer und Hygrometer, eine flache Wasserschale und ein Schälchen mit Kalziumpulver.

Was ist eine Wetbox?

Ein Versteck mit feuchtem Inhalt, zum Beispiel feuchtem Moos. Leopardgeckos ziehen sich gern hinein, es hilft bei der Häutung, und Weibchen legen dort ihre Eier ab.

Welcher Bodengrund ist für Leopardgeckos geeignet?

Die TBB empfiehlt lehmhaltigen Sand, die RSPCA für gesunde Erwachsene ein Erde-Sand-Gemisch, VCA eher Teppich oder Papier. Kalksand, Walnuss- und Maisgranulat sind ungeeignet.

Quellen

  1. Stiftung TBB Schweiz: Merkblatt Leopardgeckos (Stand 2026)
  2. BLV / Schweizer Tierschutz STS: Reptilien: Passende Gehege und die richtige Einrichtung (2018)
  3. RSPCA: Leopard gecko care
  4. VCA Animal Hospitals, G. Rich (DVM): Leopard Geckos: Care and Feeding

Mehr zum Thema: Leopardgeckos: die Übersicht

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