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EchsenkundeReptilien-Ratgeber

Leopardgeckos

Leopardgecko Geschlecht bestimmen, Eier und Nachwuchs

Von 4 Min. Lesezeit

Hellgelber Leopardgecko ohne Flecken sitzt auf einer Hand vor violettem Hintergrund
Foto: RegaliaToy / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

Inhalt dieser Seite

Männchen und Weibchen lassen sich beim Leopardgecko ab einem Alter von etwa vier bis sechs Monaten oder einem Gewicht von 30 bis 50 Gramm sicher unterscheiden. Männchen haben dann zwei gut sichtbare Hemipenistaschen zwischen Schwanzansatz und Kloake und deutliche Poren vor der Kloake und an den Hinterbeinen. Weibchen legen auch ohne Männchen Eier und brauchen deshalb immer eine feuchte Stelle zur Eiablage. Diese Seite gehört zum Ratgeber Leopardgecko halten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Geschlecht sicher bestimmbar ab etwa 4 bis 6 Monaten oder 30 bis 50 g.
  • Männchen: zwei Hemipenistaschen hinter der Kloake, Präanal- und Femoralporen, meist größer und kräftiger.
  • Geschlechtsreif im zweiten Lebensjahr.
  • Ein Gelege hat meist zwei Eier, bis zu zwölf Eier im Jahr sind möglich. Die Jungen schlüpfen nach rund 55 Tagen.
  • Nie zwei Männchen zusammen halten. In gemischten Gruppen nur ein Männchen.

Männchen oder Weibchen erkennen

Bei Jungtieren lässt sich das Geschlecht noch nicht sicher bestimmen. Die Stiftung TBB Schweiz nennt als Faustwert ein Alter von etwa vier bis sechs Monaten oder ein Gewicht von 30 bis 50 Gramm. Dann zeigen sich die Unterschiede an der Unterseite:

Wo Sie hinschauenWas ein Männchen zeigt
Zwischen Schwanzansatz und Kloake✓ zwei gut erkennbare Wülste (Hemipenistaschen)
Vor der Kloake✓ Präanalporen
Innenseite der Hinterbeine✓ Femoralporen
Körperbau! generell größer und stattlicher als Weibchen

Fehlen die Wülste und Poren bei einem ausreichend großen Tier, ist es ein Weibchen.

Drehen Sie den Gecko zum Nachsehen nicht am Schwanz um und halten Sie ihn nie am Schwanz fest: Er kann ihn abwerfen. Nehmen Sie ihn mit beiden Händen auf, oder lassen Sie das Geschlecht in der Tierarztpraxis bestimmen.

Hell gefleckter Leopardgecko von der Seite auf dunklem Untergrund
Von oben sieht man das Geschlecht nicht. Die Merkmale liegen an der Unterseite hinter den Hinterbeinen. Foto: niki_emmert / Pixabay

Männchen und Weibchen zusammen halten?

Ausgewachsene Männchen sind territorial und vertragen sich nicht. Das betonen die TBB, der Schweizer Tierschutz und die Tierärzte von VCA übereinstimmend. In der Natur leben Leopardgeckos laut TBB in lockeren Gruppen und begegnen sich meist friedlich. Im Terrarium können sie einzeln oder in kleinen Gruppen von zwei bis sieben Tieren leben, dann aber mit höchstens einem Männchen. Die RSPCA rät dagegen zur Einzelhaltung, weil die Tiere aggressiv zueinander werden können.

Wer ein Männchen mit Weibchen zusammensetzt, bekommt Nachwuchs. Die TBB rät davon ab: Leopardgeckos leben lange, ihre Haltung ist aufwendig, und für Jungtiere finden sich nur schwer neue Halter.

Eier und Nachwuchs

  • Geschlechtsreife: im zweiten Lebensjahr.
  • Tragzeit: 3 bis 4 Wochen nach der Paarung.
  • Gelege: meist zwei weiße, weichschalige Eier an einem feuchtwarmen Ort. Bis zu zwölf Eier im Jahr.
  • Schlupf: nach rund 55 Tagen, wenn die Eier befruchtet sind. Das Geschlecht der Jungen hängt von der durchschnittlichen Temperatur während der Entwicklung ab.
  • Jungtiere: quergestreift, 7 bis 10 cm lang und knapp 5 g schwer. Sie sind von Anfang an selbständig, häuten sich einmal und fressen die Haut, bevor sie zum ersten Mal auf Futtersuche gehen.

Alle Angaben stammen aus dem Merkblatt der Stiftung TBB Schweiz. Ohne Männchen sind die Eier unbefruchtet. Ob ein Ei aus einer gemischten Haltung befruchtet ist, lässt sich ohne Erfahrung kaum sicher sagen. Fragen Sie im Zweifel die Tierarztpraxis.

Leuchtend gelber Leopardgecko mit schwarzen Punkten in Nahaufnahme zwischen grünen Blättern
Leopardgeckos werden nach Angaben der TBB bei guter Haltung 20 Jahre und älter. Nachwuchs braucht entsprechend lange ein Zuhause. Foto: heyerlein / Pixabay

Eiablage ohne Männchen und Legenot

Auch Weibchen, die nie ein Männchen gesehen haben, können nach der RSPCA unbefruchtete Eier legen, sobald sie erwachsen sind. Damit es nicht zur Legenot kommt, braucht jedes Weibchen eine Ablagestelle: eine Box mit feuchter Erde oder einem Erde-Sand-Gemisch. Die TBB beschreibt, dass Weibchen dafür auch die Wetbox nutzen. Der Schweizer Tierschutz zählt eine feuchte Stelle zur Eiablage zur Grundausstattung.

Wann zum Tierarzt?

  • Ein Weibchen gräbt immer wieder, legt aber keine Eier, oder wird matt und frisst nicht.
  • Der Bauch ist deutlich aufgetrieben, und das Tier wirkt geschwächt.
  • Zwei Tiere kämpfen oder eines hat Bisswunden.
  • Sie möchten das Geschlecht eines Jungtiers sicher bestimmen lassen.

Häufige Fragen

Ab wann kann man das Geschlecht eines Leopardgeckos erkennen?

Nach der Stiftung TBB Schweiz ab etwa vier bis sechs Monaten oder einem Gewicht von 30 bis 50 Gramm. Dann sind die Hemipenistaschen und Poren der Männchen gut zu sehen.

Legen Leopardgeckos ohne Männchen Eier?

Ja, erwachsene Weibchen können unbefruchtete Eier legen. Sie brauchen deshalb immer eine feuchte Stelle zur Eiablage.

Kann man zwei Leopardgecko-Männchen zusammen halten?

Nein. Ausgewachsene Männchen sind territorial und vertragen sich nicht.

Quellen

  1. Stiftung TBB Schweiz: Merkblatt Leopardgeckos (Stand 2026)
  2. RSPCA: Leopard gecko care
  3. BLV / Schweizer Tierschutz STS: Reptilien: Passende Gehege und die richtige Einrichtung (2018)
  4. VCA Animal Hospitals, G. Rich (DVM): Leopard Geckos: Care and Feeding

Mehr zum Thema: Leopardgeckos: die Übersicht

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