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EchsenkundeReptilien-Ratgeber

Terrarium und Technik

Heimchen halten, füttern und züchten

Von 4 Min. Lesezeit

Viele hellbraune Heimchen krabbeln durcheinander in einer Box
Foto: Pixel-mixer / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

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Heimchen sind nur so gut wie das, was sie selbst gefressen haben. Halten Sie sie bis zum Verfüttern in einem eigenen Behälter mit Futter und Wasser, und geben Sie ihnen vorher frisches Gemüse. Ausgehungerte oder ausgetrocknete Heimchen haben kaum Nährwert. Diese Seite erklärt, wie Sie Heimchen bis zum Verfüttern halten, wie Sie sie „aufladen“ und was Sie über die Zucht wissen sollten. Sie gehört zum Ratgeber Terrarium und Technik.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heimchen (Acheta domesticus, Hausgrille) werden 16 bis 21 mm lang.
  • Bis zum Verfüttern: eigener Behälter mit Gemüse, Salat oder Wiesenkräutern und Wasser.
  • Vor dem Verfüttern gut füttern: 12 bis 48 Stunden je nach Quelle.
  • Direkt vor dem Verfüttern leicht mit Kalzium bestäuben, nicht gefressene Tiere wieder herausnehmen.
  • Zucht: Der ganze Lebenszyklus dauert bei 27 bis 32 °C zwei bis drei Monate.

Heimchen im Steckbrief

MerkmalAngabe
ArtHeimchen oder Hausgrille, Acheta domesticus
Größe16 bis 21 mm, hell gelblich-braun
Erkennungszeichendrei dunkle Querbänder auf dem Kopf, zwischen den Augen
Lebenszykluszwei bis drei Monate bei 27 bis 32 °C
Eiablagein feuchtes Substrat, zum Beispiel Sand oder Torf
Zirpennur die Männchen, mit den Flügeln

Angaben nach dem Steckbrief der University of Florida (UF/IFAS). Die Jungtiere sehen aus wie die erwachsenen Heimchen, sind aber kleiner und haben noch keine Flügel.

Hellbraunes Heimchen von oben auf weißem Untergrund, mit langen Fühlern
Ein ausgewachsenes Heimchen ist knapp zwei Zentimeter lang. Foto: Hans / Pixabay

Heimchen bis zum Verfüttern halten

Die Stiftung TBB Schweiz rät, Heimchen, Grillen, Schaben und Heuschrecken einige Tage vor dem Verfüttern in einem separaten Behälter zu halten und dort mit geeignetem Futter und Wasser zu versorgen. Geeignet sind verschiedene Obst- und Gemüsesorten, Salat und Wiesenpflanzen. Die Tierärzte von VCA nennen für Futterinsekten unter anderem Rübenblätter, Kohlblätter, Petersilie, Möhren, Brokkoli und Blumenkohl.

Wärme ist wichtig: In einer Studie von Takacs und Kollegen (2023) wurden die Heimchen bei etwa 28 °C gehalten. Die Autoren nennen 28 bis 30 °C als günstigen Bereich. Bei 25 °C wuchsen die Tiere langsamer und blieben leichter.

Vor dem Verfüttern: „aufladen“

Was das Heimchen gefressen hat, landet im Magen Ihrer Echse. Deshalb bekommen Futterinsekten vor dem Verfüttern besonders nahrhaftes Futter. Fachleute nennen das Gutloading. Die Quellen nennen unterschiedliche Zeiträume:

QuelleFür welche EchseZeitraum vor dem Verfüttern
VCA (Tierärzte, USA)Bartagameinnerhalb von 12 Stunden
VCA (Tierärzte, USA)Leopardgeckomindestens 24 Stunden
RSPCA (Großbritannien)Leopardgecko24 bis 48 Stunden
TBB SchweizLeopardgeckoeinige Tage, mit Futter und Wasser

Direkt vor dem Verfüttern bestäuben Sie die Heimchen leicht mit Kalzium. Die RSPCA empfiehlt, nicht gefressene Insekten wieder aus dem Terrarium zu nehmen und nur Heimchen zu füttern, die nicht größer sind als der Kopf des Geckos oder das Maul der Bartagame.

Füttern Sie keine Insekten aus Garten oder Wiese. Die Tierärzte von VCA warnen, dass sie Dünger oder Insektizide aufgenommen haben können.

Heimchen selbst züchten

Heimchen lassen sich nach der University of Florida in kleinen Mengen leicht zu Hause züchten. Die Weibchen legen ihre Eier in jedes feuchte Substrat, das man ihnen anbietet, zum Beispiel Sand oder Torf. Bei 27 bis 32 °C dauert der ganze Zyklus vom Ei bis zum erwachsenen Heimchen zwei bis drei Monate.

Je wärmer, desto schneller wachsen die Tiere. In der Studie von Takacs und Kollegen brauchten 20 Tage alte Heimchen bis zum ersten Zirpen der Männchen:

  • bei 25 °C: 30 bis 31 Tage
  • bei 30 °C: 21 bis 22 Tage
  • bei 35 °C: 15 bis 16 Tage

Rund 80 Prozent der Tiere überlebten in allen Temperaturstufen. Bedenken Sie vor dem Start: Ausgebüxte Heimchen zirpen in der Wohnung, und eine Zucht braucht Platz, Wärme und regelmäßige Pflege.

Hellbraunes Heimchen von der Seite mit langen Hinterbeinen und Fühlern
Heimchen sind hell gelblich-braun. Erwachsene Tiere haben Flügel, Jungtiere noch nicht. Foto: Hans / Pixabay

Heimchen im Vergleich zu anderen Futtertieren

Heimchen und Grillen sind für Bartagamen und Leopardgeckos gute Grundfuttertiere. Wachsmaden und Zophobas sind sehr fettreich: Die Tierärzte von VCA raten, sie nur sparsam und nicht täglich zu geben. Die TBB zählt auch Mehlwürmer zu den energiereichen Larven, die nur selten als Leckerbissen auf den Speiseplan eines Leopardgeckos gehören. Was Bartagamen sonst fressen dürfen, steht in unserer Futterliste.

Häufige Fragen

Was fressen Heimchen?

Obst, Gemüse, Salat und Wiesenpflanzen, dazu brauchen sie Wasser. Vor dem Verfüttern an Echsen sollten sie besonders nahrhaftes Gemüse bekommen.

Wie lange dauert die Entwicklung von Heimchen?

Vom Ei bis zum erwachsenen Tier vergehen bei 27 bis 32 °C zwei bis drei Monate. Bei kühleren Temperaturen dauert die Entwicklung länger.

Wie groß werden Heimchen?

Ausgewachsene Heimchen sind 16 bis 21 mm lang.

Quellen

  1. University of Florida, UF/IFAS Extension, T. J. Walker: House Cricket, Acheta domesticus (EENY-063), überarbeitet 2023
  2. Takacs J., Bryon A., Jensen A. B., van Loon J. J. A., Ros V. I. D.: Effects of Temperature and Density on House Cricket Survival and Growth, Insects 14 (2023): 588
  3. Stiftung TBB Schweiz: Merkblatt Leopardgeckos (Stand 2026)
  4. VCA Animal Hospitals: Bearded Dragons: Feeding und Leopard Geckos: Care and Feeding
  5. RSPCA: Leopard gecko care

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